Parameter
In OpenSCAD kannst du Parameter (auch Variablen genannt) verwenden, um Werte zu speichern und später im Quelltext mehrfach zu nutzen. Das kennst du bereits aus dem Matheunterricht: Dort schreibst du a = 5, hier schreibst du a = 5; – das Prinzip ist dasselbe.
Parameter sind besonders nützlich, wenn du ein Modell erstellen möchtest, das leicht anpassbar sein soll: Du änderst nur den Wert an einer Stelle, und das gesamte Modell passt sich an.
Parameter erstellen
parameter_name = Wert;
Parameter verwenden
Sobald du einen Parameter erstellt hast, kannst du ihn anstelle eines festen Werts einsetzen:
parameter_name = 10;
cube(parameter_name);
Verändere den Wert des Parameters wuerfel_groesse und beobachte, wie sich die Größe des Würfels verändert.
▶Binärdateien
In der webbasierten Version von OpenSCAD erscheinen Parameter, die du definierst, automatisch als Eingabefelder in der Parameterliste – so kannst du Werte bequem anpassen, ohne den Quelltext zu bearbeiten. In der lokalen Version musst du den Customizer (Ansicht → Customizer) zuerst aktivieren.
Rechnen mit Parametern
Du kannst Parameter auch in Rechenausdrücken verwenden – genau wie in der Mathematik:
| Operator | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
+ |
Addition | breite + 5 |
- |
Subtraktion | hoehe - 10 |
* |
Multiplikation | seite * 2 |
/ |
Division | laenge / 3 |
Das ist besonders mächtig: Wenn du einen Parameter änderst, passen sich alle davon abhängigen Maße automatisch an.
// Nur diesen einen Wert ändern – alles andere passt sich an!
grundmass = 20;
// Basis
cube([grundmass * 3, grundmass * 3, grundmass / 2]);
// Säule in der Mitte
translate([grundmass, grundmass, grundmass / 2])
cube([grundmass, grundmass, grundmass * 2]);
Verändere nur grundmass und beobachte, wie sich das gesamte Modell proportional anpasst.