Informatik

Variablen mit der Turtle

Wir beginnen mit einem Beispiel. Es zeichnet zweimal dasselbe Quadrat – aber auf zwei unterschiedliche Arten.


      
    
from turtle import * shape("turtle") screensize(400, 400) speed(0) # schlechtes Beispiel: forward(100) right(90) forward(100) right(90) forward(100) right(90) forward(100) right(90) # besseres Beispiel: laenge = 100 forward(laenge) right(90) forward(laenge) right(90) forward(laenge) right(90) forward(laenge) right(90)
  • In einer Variablen kannst du einen Wert ablegen und ihn später wiederverwenden.
  • Mit laenge = 100 speicherst du den Wert 100 unter dem Namen laenge.
  • Um den Wert zu verwenden, schreibst du einfach den Namen, z. B. forward(laenge).
  • Du kannst einen neuen Wert in einer bestehenden Variablen ablegen – der alte Wert wird dabei überschrieben.
  • Namen darfst du frei wählen. Sinnvoll sind sprechende Namen wie laenge, breite oder farbe. Umlaute und Leerzeichen sind nicht erlaubt.

Aufgabe 1: Warum ist das besser?

Im Programmtext steht bereits, dass das Vorgehen im zweiten Teil besser ist.

Argumentiere, warum ein Vorgehen wie im zweiten Teil vorzuziehen ist.

Probiere dazu aus: Ändere das Quadrat in beiden Teilen auf die Seitenlänge 150. Wie viele Stellen musst du jeweils anfassen?

Tipp: Woran könnte ich denken?

Überlege dir zwei Dinge:

  1. Wie viele Zahlen musst du ändern, wenn das Quadrat größer werden soll?
  2. Was passiert, wenn du dabei versehentlich eine Zahl vergisst?

Aufgabe 2: Ein Rechteck

Gegeben ist die folgende Vorlage.

a) Vervollständige sie so, dass die Turtle ein Rechteck mit der Breite und der Höhe zeichnet, die in den Variablen gespeichert sind.

b) Modifiziere sie anschließend so, dass zusätzlich in jeder Ecke ein Punkt gezeichnet wird. Die Größe der Punkte soll ebenfalls in einer Variablen stehen.

Prüfe deine Lösung: Ändere danach nur die Werte in den Variablen. Das Rechteck muss sich passend verändern, ohne dass du sonst etwas anfasst.

Ein Rechteck mit einem Punkt in jeder Ecke


      
    
from turtle import * shape("turtle") screensize(400, 300) breite = 160 hoehe = 100 punkt = 16 # Dein Code hier
Tipp 1: Wie sieht ein Rechteck aus?

Ein Rechteck besteht aus vier Seiten, aber nur zwei verschiedenen Längen: Breite, Höhe, Breite, Höhe. Zwischen den Seiten wird jedes Mal um 90 Grad gedreht.

Tipp 2: Wo kommen die Punkte hin?

Ein Punkt gehört immer genau dorthin, wo die Turtle gerade steht – also vor jeder Seite, bevor sie losläuft.

Lösung. Erfrage das Passwort bei deiner Lehrkraft.

Aufgabe 3: Nicht nur Zahlen

In Variablen kann man nicht nur Zahlen speichern.

Analysiere den folgenden Programmtext. Erkläre Schritt für Schritt die Befehle und fasse am Ende zusammen, was für eine Zeichnung entsteht.

Sage voraus, was passiert, bevor du das Programm ausführst.


      
    
from turtle import * shape("turtle") screensize(500, 220) erste_farbe = "red" zweite_farbe = "green" pencolor(erste_farbe) forward(50) dot(20) pencolor(zweite_farbe) forward(50) dot(20) pencolor(erste_farbe) forward(50) dot(20) pencolor(zweite_farbe) forward(50) dot(20)

Vier Punkte, abwechselnd rot und grün

Ein Text in Anführungszeichen heißt in Python String (deutsch: Zeichenkette).

  • farbe = "red" speichert den Text red.
  • zahl = 100 speichert die Zahl 100.

Die Anführungszeichen sind wichtig: Ohne sie würde Python nach einer Variablen namens red suchen und einen Fehler melden.

Ändere in dem Programm oben nur die beiden ersten Zeilen so, dass die Punkte abwechselnd blau und magentafarben werden.


Selbsttest

Variablen mit der Turtle

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