Slicer-Software
Dein 3D-Modell – zum Beispiel ein Schlüsselanhänger, eine Handyhalterung oder ein Gehäuse – kann der Drucker nicht direkt drucken. Dazu brauchst du ein Slicer-Programm (von englisch to slice = schneiden).
Was macht ein Slicer?
Ein Slicer bereitet dein Modell für den Drucker vor und erledigt dabei drei Dinge:
- Schneiden – Das Modell wird in viele dünne Schichten (wie Scheiben eines Brotlaibs) zerlegt.
- Planen – Für jede Schicht berechnet der Slicer, welchen Weg der Druckkopf fahren muss.
- Übersetzen – Das Ergebnis wird als G-Code-Datei gespeichert – eine Art Anleitung, die der Drucker versteht.
Welche Slicer-Programme gibt es?
Es gibt verschiedene kostenlose Slicer-Programme. Für den Schulunterricht eignet sich besonders OrcaSlicer – ein modernes Open-Source-Programm, das mit allen gängigen Druckern funktioniert.
| Slicer | Hersteller | Besonderheit |
|---|---|---|
| OrcaSlicer | Community | Kostenlos, Open Source, modern, schnelle Druckprofile |
| PrusaSlicer | Prusa Research | Kostenlos, Open Source, optimal für Prusa-Drucker |
| Cura | Ultimaker | Kostenlos, weit verbreitet, viele Einstellungen |
Für dieses Hyperbook verwenden wir OrcaSlicer, da es ein Open-Source-Projekt ist und mit allen Druckern funktioniert.
Die Oberflächen eines Slicers
Ein Slicer-Programm wie OrcaSlicer hat folgende Bereiche:
- 3D-Vorschau – Hier siehst du dein Modell und kannst es drehen, vergrößern oder ausrichten.
- Einstellungen – Hier stellst du ein, wie das Modell gedruckt werden soll (z. B. Schichtdicke, Füllung).
- Schichten-Ansicht – Nach dem "Slicen" kannst du durch die einzelnen Schichten blättern und sehen, wie der Drucker das Modell aufbaut.
- Slice-Button – Startet die Berechnung. Danach siehst du, wie lange der Druck dauert und wie viel Material verbraucht wird.
Vom Modell zum gedruckten Objekt
Der Weg von deinem Modell zum fertigen Druck ist immer gleich:
3D-Modell → STL-Datei exportieren → OrcaSlicer → G-Code-Datei → 3D-Drucker
Was genau in einer G-Code-Datei steht, erfährst du in G-Code.