Informatik

Mini-Projekt: Welcher Computer passt zu wem?

„Kauf einfach den teuersten, dann bist du auf der sicheren Seite.“ Mit diesem Rat wird viel Geld verschwendet – und manchmal trotzdem das Falsche gekauft. In diesem Projekt erstellt ihr eine Kaufberatung, die auf Anforderungen statt auf dem Preis beruht.

Datenblätter lesen

Jedes Angebot hat ein Datenblatt. Mit dem Wissen aus diesem Lernpfad kannst du es lesen:

Angabe im Datenblatt Bauteil Worauf es ankommt
Intel Core i5 / AMD Ryzen 5, 6 Kerne, 4,2 GHz Prozessor Mehr Kerne helfen, wenn viel gleichzeitig läuft, zum Beispiel beim Videoschnitt. Die GHz-Zahl allein sagt wenig – vergleiche Prozessoren derselben Generation.
16 GB RAM Arbeitsspeicher 8 GB reichen für Schule und Surfen, 16 GB für Spiele und Bildbearbeitung, 32 GB für Videoschnitt.
512 GB SSD Massenspeicher SSD statt Festplatte (HDD) – deutlich schneller. Größe nach Fotos, Videos und Spielen wählen.
integrierte Grafik / eigene Grafikkarte Grafikkarte Eine eigene Grafikkarte braucht man für aktuelle Spiele und 3D, für Schule und Surfen nicht.
15,6″, Full HD, matt Bildschirm Größe und Gewicht gegen Tragbarkeit abwägen; matt spiegelt weniger.
Akku 10 h – wichtig, wenn das Gerät unterwegs genutzt wird
Windows / macOS / ChromeOS / Linux Betriebssystem Läuft die Software, die gebraucht wird?

Achte auch auf Dinge, die nicht in der Tabelle stehen: Anschlüsse (genug USB? HDMI?), Garantie, Reparierbarkeit (lässt sich der Arbeitsspeicher aufrüsten?) und Software-Kosten – ein Office-Abonnement kostet über fünf Jahre schnell mehr als der Unterschied zwischen zwei Laptops.

Der Auftrag

Arbeitet zu zweit oder zu dritt. Wählt eine der Personen aus:

Person Nutzung Budget
Ella, 12 Hausaufgaben, Videos schauen, ab und zu Minecraft 500 €
Herr Yilmaz, Lehrer Unterricht vorbereiten, Videokonferenzen, viel unterwegs 900 €
Noah, 16 aktuelle Spiele, Streamen auf Twitch 1 300 €
Frau Berger, Fotografin Fotos bearbeiten, kurze Videos schneiden, große Datenmengen 1 800 €
  1. Anforderungen: Leitet aus der Nutzung ab, was der Computer können muss. Legt für Prozessor, Arbeitsspeicher, Massenspeicher, Grafik und Bildschirm je eine Mindestanforderung fest und begründet sie.
  2. Software: Welche Programme braucht die Person? Welches Betriebssystem passt? Welche Lizenzkosten kommen dazu? Gibt es freie Alternativen?
  3. Angebote: Sucht im Internet drei aktuelle Angebote, die ins Budget passen. Notiert für jedes die Daten aus dem Datenblatt und die Quelle.
  4. Vergleich: Stellt die Angebote in einer Tabelle gegenüber. Markiert, welche Anforderungen jeweils erfüllt sind.
  5. Empfehlung: Entscheidet euch für ein Angebot und begründet die Wahl in drei bis fünf Sätzen. Nennt auch, worauf die Person verzichtet.
Tipp 1: Wie komme ich von der Nutzung zur Anforderung?

Frage für jede Tätigkeit: Welches Bauteil wird dabei am stärksten belastet? Videoschnitt braucht Prozessorkerne und Arbeitsspeicher, Spiele eine Grafikkarte, viele Fotos einen großen Massenspeicher, „viel unterwegs“ einen guten Akku und wenig Gewicht.

Tipp 2: Woran erkenne ich ein schlechtes Angebot?

Vorsicht bei Angeboten, die mit einer einzigen großen Zahl werben („4 TB Speicher!“), aber beim Arbeitsspeicher sparen – oder bei einer HDD statt einer SSD. Prüfe immer alle Bauteile.

Präsentation

Stellt eure Empfehlung in höchstens drei Minuten vor. Die anderen Gruppen prüfen mit diesen Fragen:

  • Passen die Anforderungen zur Nutzung?
  • Erfüllt das empfohlene Gerät alle Anforderungen?
  • Wurden Software und laufende Kosten berücksichtigt?
  • Ist die Begründung nachvollziehbar – auch für jemanden, der sich nicht auskennt?
Beispiel für Ella. Erfrage das Passwort bei deiner Lehrkraft.
Mini-Projekt: Welcher Computer passt zu wem?

Teilbare URL erstellen

Abschnitte auswählen